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„Traumpfade“

„Traumpfade“


# Kunst in der Kirche
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Juni 2016, 17:04 Uhr
„Traumpfade“

Gedanken zur Ausstellung in der Galerie in der Kirche am Tempelhofer Feld (2. September- 9. Oktober 2016)
„Traumpfade“, das sind nach dem Glauben der australischen Ureinwohner die labyrinthischen Linien und gedachte Wege, an denen entlang die legendären Ahnen der Traumzeit über das Land wanderten im Einklang mit der Natur und singend alles benannten, was ihre Wege kreuzte – Vögel, Tiere, Pflanzen Felsen, Wasserlöcher (nach Bruce Chatwin: „Traumpfade“).

Beide Künstlerinne- Elke Eckelt, Malerei, und Renate Kade-Walter, keramische Bildhauerei, haben ihre sehr eigenen Pfade in ihrer Beziehung zu Landschaften, Pflanzen, Steinen, Erden, Flüssen und Bergen zur Natur gesucht.

Elke Eckelt abstrahiert ihre vielfältigen Impressionen indem sie diese zeichenhaft umsetzt. Sie überschneiden einander, überdecken sich und werden einem wuchernden künstlerischen Spiel mit Formen, Farben und verschiedenen Techniken unterzogen. In ihren neuesten Arbeiten verwendet sie unterschiedliche Erden, die sie auf einer Reise entlang der Küsten Südamerikas - und durch die Karibik in die Heimat - gesammelt hat. Die Erdschüttungen werden zu Pfaden und Spuren auf der Leinwand,
an denen sich Fotocollagen aus den unterschiedlichsten Regionen entlang hangeln.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, seine unterschiedliche ethnische Abstammung, sein Ausgeliefertsein durch Eroberer und durch industrielle Einflüsse, die zu Konflikten führen: Der Einklang mit der Natur ist gestört.

Renate Kade-Walter folgt in anderer Weise ihren Traumpfaden, die ihre eigenen künstlerischen Wege bestimmt haben. Sie folgt ihren Lebensspuren, die sie in der weiten brandenburgischen Landschaft in unterschiedlichsten Schaffensphasen gefunden hat. Sie findet dort Haltepunkte in Form von plastischen Werken Menhir ähnlich, die wie aufrechte Steine die Landschaft prägen - im Einklang mit der Natur.
Lebensspuren zeigt sie auch, geprägt durch persönliche Erlebnisse, nicht nur in Skulpturen, auch in ihren zarten farbigen Papiercollagen.

Renate Kade-Walter
Elke Eckelt