„Ruf mich an“ – wie wörtlich kann man das nehmen?

Veröffentlicht am Di., 27. Aug. 2019 13:22 Uhr
Aktuelles

Diese Frage stellte sich das KiGo Team für den Schulanfangsgottesdienst am 09.08.2019.

Lisa – den meisten Gottesdienstbesuchern aus früheren Familiengottesdiensten bereits bekannt – unterhielt sich aufgeregt mit Timmi über die großen und kleinen Ängste von Schülern. Da erinnert sich Lisa an die große Schwester der Freundin, die ihr einen Zettel zugesteckt hat mit einer Nummer Ps 5015, die sie anrufen kann, wenn sie in Not ist. Also fragt man eine Dame im Publikum, ob man mal ganz schnell ihr Handy haben dürfte. Der geneigte Leser ahnt es bereits, die beiden Kinder waren nicht erfolgreich mit ihrem Telefonat. Lisa meint, da Gott ja schon ganz alt ist, klappe es vielleicht besser mit einem gaaanz alten Telefon. Fehlanzeige. Ratlosigkeit. Vielleicht klappt es ja, wenn man die Schultüte als Flüstertüte benutzt? Wie gut, dass zufällig auch eine Pfarrerin anwesend ist, die Licht ins Dunkel bringen kann. Ps steht in diesem Fall nicht für post scriptum sondern für Psalm und der obengenannte heißt eben „Rufe mich an der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“. Und was „Not“ ist, ist eben individuell verschieden. Dazu braucht man kein Gerät, aber ein einfaches „Hallo“ reicht auch nicht, damit er einen hört. Man braucht nur seine Hände, ein wenig Geduld und Vertrauen, denn Gott antwortet nicht zwingend direkt. sondern vielleicht durch jemand anderes oder durch das, was wir leichthin als „Zufall“ bezeichnen. Und – ganz wichtig – „pronto, hopphopp, ganz schnell, aber dalli“ kommt die Antwort nur in den seltensten Fällen. Unsere Kinder haben Glück, als sie es noch einmal versuchen und Gott direkt ansprechen, erhalten sie Antwort. Mit wunderbar passenden Liedern untermalen wir das Gespielte. Mein Gänsehautmoment ist der, wenn die Schulanfänger mit ihren Eltern und Geschwistern vorne stehen und ihren Segen erhalten. Wir wünschen allen Schulanfängern, allen Schülern und Schülerinnen eine wundervolle Schulzeit mit vielen wunderbaren und lustigen Momenten, mit Freundschaften, die ein Leben lang halten.

Für das KiGo-Team

Dagmar Suhr

 

 

 

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